2öo IV. Auch eine Philosophie
zu entwirren: man hatte sich, wie überall, also
auch hier, lange vereinigt, hatte man sich nurbesser verstanden. Daß Griechenland Sa-menkörner der C ultu r, Sprache, Künsteund Wissenschaften anders woher erhal-ten, ist, dünkt mich, unlaugbar, und es kannbey einigen, Bildhauerei), Baukunst, My-thologie, Literatur, offenbar gezeigt wer-den. Aber daß die Griechen dies alles so gut alsnicht crbalten, daß sie ihm ganz neue Naturangeschaffcn, daß in jeder Art das „Schöne"im eigentlichen Verstände des Worts ganz gewißihr Werk sey — das, glaube ich, wird aus einigerFortleitung der Ideen eben so gewiß. Nichts Ori-entalisches, Phönicisches und Aegyprisches behieltseine A rt mebr: es ward G ri echi sch, und inmanchem Betracht waren sie fast zu sehr Originale,die alles nach ihrer Art um - und einkle ideten.Won der größten Erfindung und der wichtig-sten Geschichte an, bis auf Wort und Zei-chen — Alles ist davon voll: von Schritt zu
Schritt, bey allen Nationen ists ebenfalls so —wer weiter System bauen, oder über Namen streitenwill, streite !
Es kam das Mannesalter menschlicherKräfte und Bestrebungen — die Römer,Gegen die Griechen hat Virgil auf einmalsie geschildert, jenen schöne Künste und Ju-gend üb ungen überlassen.