der Geschichte der Menschheit. 249
schweres Handwerksgewand entnommen, und so ver-lor sich auch das zu genaue Mechanische undKün st l er str e n g e, wornach die Griechen nichtstrebten: der Koloß crniederte sich zur Bild-
säule: der Riesen tempel zum Schauplatz:Aegyptische Ordnung und S i c hech ei t ließ indem Vielsachen Griechenlands von selbst nach. Jeneralte Priester konnte in mehr als einem Betrachtsagen „0 ihr ewigen Kinder, die ihr nichts wißt„und so viel schwatzt, nichts habt, und alles so„schön vorzeiget" und der alte Morgenländeraus seiner Patriarchen - Hütte würde noch heftigersprechen — ihnen statt Religion, Menschheit undLugend, nur Buhlerey mit allem dem Schuldgeben können u. s. w. Seys. Das menschliche Ge-fäß ist einmal keiner Vollkommenheitfähig: muß immer verlassen, indem es wei-ter rückt. Griechenland rückte weiter: AegyptischeIndustrie und Polizey konnte ihnen nichthelfen, weil sie kein Aegypten und keinen Nil— Phönicische Handelsklugheit nicht helfen,weil sie keinen Li Kanus und kein Indien imRücken hatte: zur orientalischen Erziehungwar die Zeit vorbei) — genug! es ward, was eswar — Griechenland! Urbild und Vorbildaller Schöne, Grazie und Einfalt: Jugendblüthedes menschlichen Geschlechts — 0 hätte sie ewig dauernkönnen!
Ich glaube, der Stand, in den ich Griechen-land stelle, trägt auch bey, ,,den ewigen Streit über,,die Originalität der Griechen oder ihre„Nachahmung fremder Nationen" etwas