2/^8 IV. Auc h e i ne P h i l o so p hi e
Spiele unk Nacheiferungen, immer mitkleinen Unterschieden und V erand e-rungen, bey jedem kleinsten Erdstrich und Völk-chen — olles und zehnfach mehr gab Griechenlandeine Einheit und Mannigfaltigkeit, dieauch hier das schönste Ganze machte. Kampfund Beyhülfe, Streben und Mäßigen;die Kräfte des menschlichen Geistes kamen insschönste Eb en -- und Unebenmaß — Harmonieder Griechischen Leyer!
Aber daß nun nicht eben damit unsäglich vielesvon der alten srühern Starke und Nahrungverloren gehen mußte, wer wollte das laugnen? daden Acgyptischcn Hieroglyphen ihre schwere Hül-le abqestrcist ward, so kanns immer seyn, baßauch ein gewisses Tiefe, Bedeutungs-volle, Naturweise, was Charakter dieserNation war, damit über See verduftete: der Grie-che behielt nichts als schönes Bild, Spiel-werk, Augenweide — ncnnts gegen jenesSchwerere, wie ihr wollt; genug er wollte nurdies! Der Religion des Morgenlandes ward ihrheiliger Schleyer genommen; und natürlich,da alles aufTheatec und Markt, und T a n z-platz Schau getragen wurde, wards in kur-zem „Fabel, schön ausgedehnt, beschwatzet, ge-dichtet und neu gedichtet — Jünglingstraum„und Mädchensage!" Die morgenländischeWeisheit, dem Vorhänge der Mysterien entnom-men, ein schön Geschwätz, Lehrgebäudeund Zänkerey der G ri e c h i s c h en S ch u le nund Märkte. Der Aegyptischen Kunst ward ihr