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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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der Geschichte d er Menschheit. 245

bis zur Blüthe des Lebens ausgebildet: un-tere Fähigkeiten bis zur angenehmen Schwatzhaf-igkeit und Freundschaft entwickelt: alleNeigungen auf Freyheit und Liebe, Lust undFreude gestimmt, und alle nun im ersten süßenTone wie wir die Jahre fürs goldene Ak-t e r und für ein Elysium unserer Erinne-rung halten, (denn wer erinnert sich seiner unent-wickelten Kindheit?) da am glänzendsten ins Augefallen, eben im Aufbrechen der Blüthe,alle unsere künftige Wirksamkeit und Hoffnungenim Schooßc tragend in der Geschichte derMenschheit wird Griechenland ewig der Platzbleiben, wo sie ihre schönste Jugend undBrautblüthe verlebt hat. Der Knabe ist derHütte und Schule entwachsen und steht da edlerJüngling mit schönen gesalbten Gliedern,Liebling aller Grazien, und Liebhaber-aller Musen, Sieger in Olympia undall anderm Spiele, Geist und Körper zusam-men nur Eine blühende Blume!

Die Orakel-Sprüche derKindheit undLehrbilder der mühsamen Schule warenjetzt beynahe vergessen; der Jüngling entwickeltesich aber daraus alles, was er zu JugendweiS-heit und Tugen d, zu Gesang und Freude,Lust und Leben brauchte. Die groben Ar-beitskünste verachtete er, wie die bloß barba-rische Pracht, und das zu ein fache Hir-ten! eben; aber von allem brach er die Blüthe,einer neuen schönen Natur. Hand-werk e r e y ward durch ihn schöne Kunst: der