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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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der Geschichte der Menschheit. 235

unvermerkt, als dört die Genese, war hier die Me-tamorphose.

Aegypten war ohne Viehweide und Hir-tenleben: der Patriarchen-Geist der ersten Hütteging also verloren. Aber aus Nil-Schlamm ge-bildet und von ihm befruchtet, gabs, beynaheeben so leicht, den so vortrefflichen Ackerbau:also ward die Schaferwelt von Si-tten, Neigun-gen, Kenntnissen ein Bezirk von Ack e r m en sch en.Das Wanderleben hörte auf: cs wurden feste Si-

tze, Lau de ig en thum. Lander mußten ausge-messcn, jedem das Seine bestimmt, jeder bey demSeinen beschützt werden: jeden konnte man also

auch bey dem Seinen finden es ward Landes-si c h e r h c it , Pflege der Gerechtigkeit,Ordnung, Polizey, wie alles im Wanderle-ben des Orients nie möglich gewesen; es ward neueWelt. Nun kam eine Industrie auf, wie sieder selige, müßige Hüttenwohncr, der Pilger undFremdling auf Erden, nicht gekannt batte: Kün-ste wurden erfunden, die jener weder brauchte, nochzu brauchen Lust fühlte. Bey dem Geiste AegyptischerGenauigkeit und Acke rfleißes konnten die-se Künste nicht anders, als zu einem hohen Grademechanischer Vollkommenheit gelan-gen: der Sinn des st r e n g e n Fl e i fi c s, derSicherheit und Ordnung ging durch alles:jeder war in der Kunde der Gesetzgebung,derselben mit Bedürfnis und Genuß verpflichtet:also ward auch der Mensch unter sic gefes-selt: die Neigungen, die dort bloß väterlich, kind-lich, schafermaßig, patriarchisch gewesen waren,