der Ge schichte d e r Mensch hei t. 223
Eindrücke, die Summe unsrer Hinwirkung aufErde, ist kraftloser Traum einer Nachtwache —Geschwätz! du lassest sie dahin fahrenu. s. w. So wie das nun bei dem großen Vor-rat h e v o n K r ä ft e n und Fähigkeiten, denwir entwickelt vor uns finden, bei dem schnel-ler» Laufe unserer Safte und Regungen,Lebensalter und Gedankenplane, woEins das Andere, wie eine Wasserblase die andere,zu verfolgen und zu zerstören eilt, bei dem sooft mißh eiligen Verhältnis zwilchenKraft und Besonnenheit, Fähigkeit undKlugheit, Anlage und gutem Herzen,die ein Jahrhundert des Verfalls immer bezeich-nen — wies bei dcm allen Absicht und abwa-gende Weisheit scheint: eine große Massekindischer Kräfte durch kurze, kraftloseDauer des Lebe nsspiels zu mäßigen undzu sichern: gehörte nicht auch allein jenes erste,stille, ewige Baum- und Patriarchen-Lcben dazu, um die Menschheit in ersten Neigun-gen , Sitten und Einrichtungen zu wurzeln undzu gründen?
Was waren diese Neigungen? Was sollten siescyn? Die natürlichsten, stärksten, einfachsten! füralle Jahrhunderte der Menschenbildung die ewigeGrundlage: Weisheit statt Wissenschaft, Got-tesfurcht statt Weisheit, Aeltern-, Gatten-,Kindesliebe statt Artigkeit und Ausschweifung,Ordnung des Lebens, Herrschaft undGott-Regentschaft eines Hauses, dasUrbild aller bürgerlichen Ordnung und Einrichtung —in diesem allen der einfachste Genuß der