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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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222 IV. Auch eine Philosophie

mit aller der Wahl und Vorsicht zu entwickeln, diewir immer dem Schöpfer einer so cdtln Gattungund seinem Blicke auf Jahrtausende und Ewigkeithinaus zutrauen müssen.

Natürlich, daß diese ersten Entwickelungen sosimpel, zart und wunderbar waren, wiewir sie in allen Hervor b ring» ngen derNatur sehen. Der Keim fallt in die Erde understirbt: der Embryon wird im Verborgenen gebil-det, wies kaum die Brille des Philosophen sxriorr gutheißen würde, und tritt ganz gebildethervor: die Geschichte der frühesten Entwicklungen

des menschlichen Geschlechts, wie sie uns das ältesteBuch beschreibt, mag also so kurz und apokry-ph isch klingen, daß wir vor dem philosophischenGeiste unsers Jahrhunderts, der nichts mehr alsWunderbares und Verborgenes hasset, da-mit zu erscheinen crblöden: eben deswegen ist sie

wahr. Nur Eins also angemerkt. Scheint nicht,selbst für das Maulwurfsauge dieses lichtesten Jahr-hunderts , doch ein längeres Leben, einestiller und zusammenhängender wirken-de Natur, kurz, eine Hcldenzeit des Pa-triarchen -Alters dazu zu gehören, die erstenFormen des Menschengeschlechts, welchees auch sepen, den Stammvätern aller Nachkom-menschaft ein- und für die Ewigkeit anzubilden?Wir laufen jetzt nur vorüber, und durch die Welther; Schatten auf Erden! Alles Gute und Böse,was wir mitbringen , (und wir bringen wenig mit,weil wir alles hier erst empfangen), haben wir meistauch das Schicksal wieder mitzunehmen: unsre'Jahre, Lebensläufe, Vorbilder, Unternehmungen