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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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212
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III. Tithon und Aurora

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beharret, und, wenn er von außen nicht glücklichist, es wenigstens zu seyn verdiente; er wirds zuseiner Zeit gewiß werden. Die Schlange der Zeitwechselt oft ihre Häute, und bringt dem Mann inder Hohle, wo nicht den fabelhasten Juwel aufihrem Haupt, oder die Rose in ihrem Munde, sodoch Krauler der Arzncy zur Vergessenheit des Al-ten und zur Wiedcrcrncuerung.

Die Philosophie ist reich an Mitteln, die unsüber erlittene Unfälle trösten sollen; unstreitig aberist das beste Mittel dagegen, wenn sie uns stärkt,neue Uebel zu ertragen, und uns ein festes Beru-hen auf uns selb st mittheilt. Der Meiste Wahn,der unsre Seelenkräfte schwächt, kommt von au-ßen; nun aber sind wir nicht die Gegenständeum uns her. Traurig ists freylich, wenn einemMenschen die Lage, in der er lebt, mit allen ih-ren Umstanden und Kostbarkeiten so verleidet, soverbittert ist, daß er auch keine Traube und Blumederselben anrührcn mag; sie zerfallen ihm unter derHand zu Asche, wie jene Sodoms-Früchte. Indessenist Er doch nicht die Lage: er ziehe, wie die Schild-kröte die Glieder ein, und scy, was er seyn kannund seyn soll. Je mehr er vom Erfolg seiner Hand-lungen wcgfiehet, desto mehr ruhet er in der Hand-lung; dadurch wird die Seele starker, und belebetsich wie eine neu aufspringende Quelle. Die Quelleberechnet nicht, über welche Erdlagen ihr Stromfließen, welche fremde Thcile er annebmen, und woer endlich versiegen werde; sie strömt aus eignerFülle, in unaufhaltsamer Bewegung. Was Andreuns von uns selbst zeigen, ist nur der Schein; er