III. TithonundZlurora. 211
„werdenAuf diesen Zweifel des alten Nicodemuskann keine andre Antwort gegeben werden, als„Palingenefle!" Nicht Revolution, aber eine glück-liche Evolution der in uns schlum ni ec ir-den , uns n e u - v e rj ü n g e n d e n Kräfte,Was wir Ueberleben unsrer selbst, also Tod, nen-nen, ist bei bessern Seelen nur Schlummer zuneuem Erwachen, eine Abspannung des Bogens zuneuem Gebrauche- So ruhet der Ackcr, damit er
desto reicher trage: so erstirbt der Baum im Win-ter, damit er im Frühlinge neu sprosse und treibe.Den Guten verlasset das Schicksal nicht, so langeer sich nicht selbst verlaßt und unrühmlich an sichverzweifelt. Der Genius, der von ihm gewichenschien, kehrt zu rechter Zeit zurück, und mit ihmneue Thatigkeit, Glück und Freude. Ost ist einFreund ein sclcher Genius; oft ists ein unerwar-teter Wechsel der Zeilen. Opfce diesem Genius,auch wenn du ihn nicht flehest; hoffe auf das zu-rücksehende, wiedeckehrende Glück,wenn du es gleich entfernt glaubest. Ist die linkeSeite dir wund, lege dich auf die rechte; hat derSturm dein Bäumchen hieher gebeugt, suche esdorthin zu beugen, bis es wieder seine aufstrebendeMitte erreiche. Du hast dein Gedächtnis ermattet;bilde deinen Verstand. Du hast dem Scheine zuemsig nachgestrcbet, und er hat dich betrogen; suchedas Seyn, für dich selbst; es kann dich nicht trü-gen. Unverdienter Ruhm hat dich verwöhnet; dankedem Himmel, daß du sein los bist, und suche den,der dir nicht geraubt werden kann, in eigenem Wer-the. Nichts ist ehrwürdiger und edler, als einMensch, der, Trotz des Schicksals, in seiner Pflicht