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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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Ilk. Tichon und Aurbra.

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Wer also sein Daseyn mit der Dauer eines Stan-des oder einer Einrichtung verwechselt, macht sichselbst unnöthige Plage; was vor Dir war, wirdauch hinter Dir seyn, wenn es seyn soll. Handle,so viel an Dir ist, klug und weise; ihren großenGang wird die Zeit gehen und das Ihrige vollen-den. Du für Deine Person sey mehr, als deinStand ist: so wirst du in ihm, ec altte, wie

er wolle, für dich selbst und für andre stets jungseyn, ja in der dunkleren Nacht wirst du als einhelleres Gestirn glanzen. Wer sich nicht über dieBrustwehr seines Standes erhebt, ist kein Held indemselben; hinter ihr mag er kriechen, sitzen oderliegen. Der Stand als solcher macht nur Puppen;Persönlichkeit macht Werth und Verdienst. Je mehrjene trage, lobte Hülle, die den besten wie denschlechtesten Kern verbirgt, dahin sinkt; desto ent-schiedener wird der schöne, reifere Kern sichtbar.Gewiß ists also kein Rückgang, vielmehr eineEvolution der Zeiten, wenn der Stand nicht Allesscyn kann, sondern man in jedem Stande Personen,Menschen, wirkende Geschöpfe zu sehen begehret.Und da ohne neu einbrechende Bnrbarey bei dentäglich vermehrten Bedürfnissen Eurdpa's dies Ge-fühl nothwendig zunehmen muß: so bleibt nur EinRath übrig, der jeden vor der Veraltung seinesStandes sichert:sey Etwas in deinem Stande;sodann wirst du der Erste scyn, die Fehler dessel-ben einzusehen, zu vermeiden, und zu verbessern.Sein Alter wird in dir verjüngt dastehn, ebenweil etwas in Dir ist, das jede Form schmückenwürde, und in jeder Form lebet."

Philos. u. Gesch. H. LH.

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