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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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207
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III. Tithon und Aurora. 207

Erde vom stolzesten Neger-Könige an bis zum «löch-rigsten Khan der Tartarn sich zusammen verbanden,das Heute zum Gestern zu machen, und die fort-gehende Entwicklung des gemeinsamen Menschen-geschlechts, sie möge zur Zugend oder zum Alkerführen, auf immerhin zu hindern, daß sie damitjemahls zum Zweck kamen. Für weise Regentenkann dies auch nie ein Zweck werden, eben weilin der ganzen fruchlosen Bemühung kein Ver-stand ist.

Ein weiser Fürst wird sich also stets als einenHaushaller, nicht als einen Gegner der Natur be-trachten ; vielmehr jeden Umstand, den sie ihm dar-beut, aufs beste zum Besten wenden. Hier fallenBlätter ab, dort liegt schon ein ganzer Herbst vonBlättern im Lcichengewande; e.r wird dieselbe nichtan ihre vorigen Stellen auf Zweige und Gipfel se-tzen wollen: denn kann er ihnen ihre vorige Frische,vermag ec ihnen den Saft wieder zu geben, der sieeinst mit dem Baum zu einem lebendigen Ganzenmachte? Vermag er dieses aber nicht, wie, wenner sich mit einem falben Kranz verwelkter Blatterkränzen wollte, weil sie ehedem etwas anders, alssie jetzt sind, waren ? was die Natur nicht haltenkonnte, wollte das der Gärtner halten? und zwarihren Zwecken nicht gemäß, sondern gerade zuwi-der? Unendlich schöner ist das Werk, der Naturnachzugehen und auf ihre Zeiten zu merken, Kräftezu wecken, wo irgend sie schlummern, Gedanken,Thätigkeit, Erfindung, Lust und Liebe zu beför-dern , in welchem Felde nützlicher Beschäftigungenes auch seyn möge. Endlich kommt die Nokhwendig-keit, und treibt mit einem eisernen Zepter; wer