II. Zugaben
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über jedes bestimmt, hell, anständig und rein zusprechen sich befleißigt; unter andern auch, weil sichdie Menschen in ihr leichter, geselliger mischten,Einer vom andern Ideen anzunehmen nicht ver-schmähte, wodurch denn mehrere Gedanken in schnel-leren, vielfachen Umlauf kamen, und kein Standbarbarisch bleiben mußte. Welche Nation, fahrter fort, hat so viel angenehme und unterrichtendesVIsmoires, als die, von der ich rede? Menschenin allen Standen, und in wie frühen Zeiten habensie geschrieben! Dagegen fragte ich nach DeutschenDenkwürdigkeiten einzelner berühmter Männer; undaußer einigen ehrlichen Reiternachrichten, außer denTagebüchern armer Wallfahrter nach dem heiligenLande wußte man mir aus altern Zeiten beynahenichts zu zeigen. Aus allem schloß ich, daß denDeutschen von jeher das Sprechen schwer gefallenseyn mußte."
So mein Autor. Wie also? wenn wir oft, viel,dazu öffentlich, im sreyen Umgänge, wo auf RedeGegenrede folgt und Ein Wort des andern werthist, und allenthalben,, mit Lust sprächen; würdenwir nicht auch leichter schreiben lernen*)? Un-sre Bücher, dünkt mich, würden Abdrücke desgesunden Verstandes, der im Lebenherrscht, Vorträge im Ton guter Ge-
*) Ein großes Hinderniß ist die Dcpartemental-Ein-richtung, wodurch alles auf unermeßliche Schrei-berey gekommen ist, wobey kein lebendiges Wortder Untersuchung gewechselt wird.
Der Herausgeber.