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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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überden Ursprung der Sprache. 187

sprechen durfte, weil man ohne Groll zu hörenwußte; andere, über welche ein fürchterliches Miß-trauen , eine taubstumme Verschlossenheit der Geidanken ihre schwarzen Flügel schlug, und eine wort-scheue, zaghafte, gleichsam stotternde Denkart herrsch-te. Von Heyden zeichnet er die Folgen. Wie Gegen-den, so unterschieden sich Stande; und auch hierwaren die Folgen augenscheinlich. Menschen, sagter, die sich einander nicht milthcilen dürfen, denendie Sprache selbst einen Zwang, ein Eeremoniel auf-legt, daß die freye Wahrheit, sie, die nicht andersals unmittelbar von Seele zu Seele, von Herz zumHerzen sprechen will und kann, immer Umwegenehmen und unter niedrigen Schlagbaumen durch-kriechen muß, Menschen, denen beruf- und stan-desmäßig ein Schloß am Munde hangt, oder gardie Zunge am Gaumen klebt; sie kennen keine an-dere, als eine Sinesische Etikett-Wahrheit.Die Folgen hievon sowohl für den, der nicht spre-chen darf, als der nicht hören kann, zeigtmein philosophischer Reisender in Beyspielen, undkommt auf den einfachen Satz zurück:Wer mit

dem andern oder gar für ihn wirken soll, muß wohlauch mit ihm sprechen dürfen."

Woher kommts," sagt er,daß eine nachbar-liche Nation zu der Schnelligkeit von Gedanken, zuder Gewandtheit gelangt ist, die sie, obgleich jetztin übler Anwendung, dennoch unbestritten auszeich-net? Unter andern auch, weil sie sich ihre Spra-che leicht gemacht, und aus ihr, bereits in ihrenschönsten Zeiten, manche Ungereimtheiten des Cere-moniels hinweg geschafft hat; unter andern auchweil sie viel spricht, über allerlei) Dinge spricht, und