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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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II. Zugaben

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nich^ vergönnet;, ihre Seelen müssen also vondiesen Seiten ungeschliffen und ungelenk bleiben. Da-her sehen wir allenthalben, daß Männer, in denenein großer Trieb war, die Wahrheit von allenSeiten kennen zu lernen, auch auf abgelegnen Sei-ten den Umgang der Menschen suchten, die fceyzu sprechen wagten. Sie mischten sich, er-kannt oder unerkannt, in mancherley Gesellschaften,und hörte n. So, gewann S w i ft, ein ungemei-ner Geist , in Fällen,, wo er ihn anwenden wollte,seinen Helle», überzeugenden. Vortrag, seine selteneVolkssprache. Jeder Liebhaber der Eigenthüm-lichkeit menschlicher Gedanken ging auf diesemWege; ja jeder Mensch, der wirklich und vielseitiggebildet werden will, kennet keinen andern. DieStände, denen der Zutritt zu frey sprechenden Men-schen versagt ist, die solche nicht anhörcn. können undandören mögen, bleiben eingeschränkt in ihrem Ge-dankenkreise, ungewürfelt in ihrer Vorstellungsart;sie werden argwöhnisch, versteckt, tyrannisch, feige.Nur durch Sprache wird ein Volk, nur durch ge-meinschaftliche Sprache werden. Menschen humani-siret.

Was mich auf diese Gedanken gebracht hat, istdas Mannscript einer Reise durch Deutschland, dieein Ausländer, ohne politische Parteysucht, bloßzu dem Zwecke unternommen hatte, um zu erfahren,wie man in Deutschland sprach und hör-te. Ich würde sie nach der Analogie des einst sobeliebten Iura den Sprach- und Hör-

forscher nennen; darf aber nichts Einzelnes dar-aus mittheilen. Der Menschenfreundliche Reisendefand Gegenden wo man besser sprach, weil man