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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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II. Zugaben

seinen verschiedenen Zustanden sehr genau zu tref-fen und zu entwickeln. Ein Gleiches ists mit derVergleichung mehrerer Sprachen. Es könnte nocheine Reihe andrer wilder und halb wilder darzu gethanwerden, (und wahrscheinlich wird dies geschehen,wenn das Studium der Menschenqeschichte mehrempor kommt *); genug der Pfad ist gebahnt: dieGrundsätze unsres Autors und seines Freundes Har-ris dünken mir nicht nur die einzig wahren undfesten, sondern auch seine ersten Versuche, mehrereSprachen verschicdner Völker auf verschleimen Stu-fen der Eultur mit einander zu vergleichen, werdenimmer Vorarbeiten eines Meisters bleiben. Und sowäre einmal, (gewiß noch nicht so bald), eine Phi-losophie des menschlichen Verstandesaus seinem eigenthümlichen Werk, den verschiednenSprachen der Erde, möglich.

Ich würde dem Leser selbst vergreifen, wennich ihm die einzelnen trefflichen Gedanken, Urtheileund Winke, die durchs Buch zerstreut sind, vor-zahlen wollte; der beste Reiz des Lesens ist, wennman, wie auf einem einsamen Spaziergange, hiereine Blume, dort eine Frucht, hier eine angenehmeQuelle antrifft, und am Ende auch selbst etwas aus-zugaten und zu bessern findet. Nöthiger scheint es

*) Insonderheit wünschte ich, daß ein Philosoph inMonboddo's Denkart die Nachrichten von wildenSprachen in des Abts 6ili Zborin ^moriLnriabenutzte, und sodann zu den gebildeter» SprachenAsiens schritte, von denen in den neuern Jahrengleichfalls nähere Nackricbren bekannt worden sind.