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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
175
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über den Ursprung der Sprache. 176

mir, auf einige Eigenheiten des Buchs vorzuberei-ten ,< auf die ein Tadelsüchtiger um so eher fallenkönnte, weil sie dem Auge nur gar zu bloß-liegen.

Zuerst hat der Verfasser *), aus Liebe fürsAlterthum, , auf einige Erzählungen des Dionysiusvon den Unfühlbaren und andern Völkern zu sehrgebauet, ob sein System gleich dieser Jnductionnicht nöthig gehabt hatte. Daß es wilde Völkerin Afrika gebe, ist bekannt, und dass es vor einpaar tausend Jahren noch'rohere gegeben habe, istwahrscheinlich; daß aber diese Rohheit je so weit ge-gangen, daß eine wirkliche Menschen-Nation völligohne Sprache gewesen sey, kann ich nicht glauben.Von den Fischessern sagt es Dionysius nicht;vielmehr was er von ihnen anführt, hat man beimehrern Völkern der Erde gefunden, die, als mansie naher kennen lernte, völlige Menschen auch imVermögen der Rede, Sinnen und Trieben waren.Seine Hylophagen sind entweder von der nämlichenArt, oder gar ein Volk Affen gewesen, die man,wie es mehrmals geschehen ist, für wilde Menschenansah: denn was der Grieche von ihnen anführt,

ist der Lebensweiseder Affen ziemlich ähnlich. DiodorsUnempfindliche endlich halte ich für eine derGeschichten,, deren Grundzüge wahr, aber übertrie-ben sind, wie wir in den alten, Mittlern, ja selbstneuen Schriftstellern **) davon eine Menge finden.

*) Cap. I. B. 2.

**) Man denke an die weiblichen Schürzen der Hot-tentotten , an die stummen Völker mir blutender