über den Ursprung der Sprache. 173
schritte der Gesellschaft und Sprache so angenehmals unterrichtend gesagt hat. Der Ursprung undFortgang der Sprache, wie er ihn betrachtet, istkeine Speculation über Grammatik, sondern einePhilosophie über den Menschen, und über die dun-keln Gründe, wie er das, was er jetzt ist, wor-den. Ich läugne daher nicht, daß ich nach der Ge-schichte des Menschen, , auf die Monboddo irgendwoin diesem Buch Hoffnung gibt, sehr verlange, hmdüberzeugt bin, daß sie vor dem in einzelnen Thei-len vortrefflichen, im Ganzen aber sehr mittelmäßigen,Werke seines Landsmannes Home viel Vorzüge ha-ben müßte. Der letzte ist reich an Thatsachen undden mancherlei Farben der Menschheit; seine Grund-sätze sind aber schwach, und das, woran er alleshängt, ist gerade das Brechlichste im Buche. Mon-boddo ist mit sich selbst Eins, und hat seine Philo-sophie aus Zeiten, in denen man den Menschen ,noch reiner und entkleideter sah, als wir ihn jetztsehen können und sehen mögen.
Vorzüglich, dünkt mich, ist unserm Verfasserder Hauptzweck seines Werks, die Untersuchungvom Ursprung und den Fortschritten der Sprache,gelungen; so daß ich ihm hierin, da ich ziemlichalles gelesen, was über diesen Gegenstand geschrie-ben ist, und selbst darüber geschrieben habe, willigdie Palme reiche. Da er sich insonderheit an dieunbestimmten Worte Natur, Kraft, Fähig-keit gehalten und sie scharf bestimmt hat: so ist dieseMaterie von ihm beinahe erschöpft, und ich glaube,man habe auch bei andern Dingen nur auf diesemWege fortzugehen, um die Natur des Menschen in