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II. Zugaben
fassend und edel: denn er bleibt nicht beim Stargiriten, sondern hat auch Plato und die Reste derPythagoräer genutzet, ja in einigen Stellen guterläutert. Sein Freund Harris, den er an mehre-ren Orten als ein Orakel lobet, und der auch un-ter uns durch seine vortrefflichen Gespräche *) theilsschon bekannt ist, theils durch einen Auszug ausseinem Hermes und seinen kleinen philologischen Ab-handlungen bekannt zu seyn verdiente; wahrschein-lich hat dieser beinahe zu eifrige Liebhaber der Grie-chischen Philosophie ihn auch in diesen Geschmackgezogen; und es ist leicht zu erachten, daß, wereinmal in dieser Liebe ist, nicht von ihr los kann.Wer den Dianen-Tempel zu Ephesus gesehen hat,der läßt die Tempelchen, die auf dem Markte ver-kauft werden, gern dem Liebhaber.
Es kann also seyn, daß Monboddo für denneuern Geschmack nicht vielseitig genug denkt; genugaber, er denkt scharf, bündig und meistentheilsrichtig.
In allen drei Büchern dieses ersten Theilsäußert sich dieser achte philosophische Geist; vorzüg-lich aber im zweiten und dritten; daher ich wünsch-te , daß Leser, denen die Capitel gegen Locke zulang dünken, sie nebst einigen Anmerkungen über-schlagen, und sich an das halten möchten, was derVerfasser über die Bildung der Ideen, über dieNatur des Menschen, über die Entstehung und Fort-
*) Jacob Harris Abhandlungen über Kunst,Musik, Dichtkunst und Glückseligkeit. Halle 1780.