Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
170
Einzelbild herunterladen
 

17 »

II. Zugaben

in dessen Besitz sie sich durch die Stimme der Rc-censenten sicher glauben. Sie haben ihn also reich-lich entgelten lassen, was er an ihnen verübte, undauch unter uns ist der Name Monboddo mehroder minder durch einen Nachhall solcher Urtheilebekannt worden.

Indessen ist die Deutsche Nation viel zu gleich-gültig oder zu edel, als daß sie durch eine literari-sche Eabale jenseit des Meers sich in ihrem Urtheilvon einem Buch bestimmen ließe, das als Fremd-ling in ihre Sprache Übertritt, und das Recht derHospitalität begehret. Locke geht uns nicht weiteran, als so fern er der Wahrheit diente, und wirsind lange schon durch Leibnitz gewöhnt, auch schwa-che Seiten seiner Philosophie zu finden. Newtonhat mit diesem übersetzten Werke nichts zu schaffen:denn was Monboddo gegen ihn hat, hat er in seinensnLient in6taxsi)'sics *) ausgeschüttet; einem Buch,das ich noch nicht gelesen habe, und also, weder zuVerdammen, noch zu rechtfertigen wage. - Was end-lich seine Meyuung über die Schreibart anlangt, diewir im Verfolg des Wecks sehen werden: so glau-be ich, daß sie mit dem Urtheil der besten Schrift-steller und Richter unsres Vslks übereinstimmen,ja dieses sogar aus Gründen der alten und achtenKritik neu unterstützen werde. Nichts ist ihm soverhaßt, als die bunte Schreibart: nichts ehret undliebet er mehr, als Griechische Einfalt und Klar-

*) nieiLplr^sics, or ilie soienvs ok Ilni

versslr» Läinb. 177g.