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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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164
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I. Preisschrift

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schreiben?" Und wer anders, als ein Prophet Got-tes^. kann auch wissen, daß nur der Prophet Gottesso schreiben konnte? Niemand, als Gott, konntedie Sprache erfinden ; niemand, als Gott, kannaber auch einsehen, daß niemand, als Gott, sie cr-finssn konnte. Und welche Hand kann es wagen,nicht bloß etwa Sprache und die menschliche Seele,sondern Sprache und Gottheit auszumessen?

Ein höherer Ursprung hat nichts für sich, selbstnicht das Zeugniß der morgenlandischen Schrift, aufdie er sich beruft: denn diese gibt offenbar der Spra-che einen menschlichen Anfang durch Namennennungder Thiere. Die menschliche Erfindung hat alles für-und durchaus nichts gegen sich: Wesen dermenschlichen Seele und Element derSprache; Analogie des menschlichenGeschlechts und Analogie der Fortgän-ge der Sprache; das Hroße Beispielaller Volker, aller Zeiten und Theileder Welt.

Der höhere Ursprung ist, so fromm er schei-ne, durchaus ungöttlich; bei jedem Schritte ver-kleinert er Gott durch die niedrigsten, unvollkom-mensten Antropomorphien. Der menschliche zeigt Gottim größcsten Lichte: sein Werk, eine mensch-licheSeele, durch sich selbst eine Spra-che schaffend und fortschaffend, weilsie sein Werk, eine menschliche Seele> f t. Sie bauet sich diesen künstlichen Sinn ihrerVernunft, als eine Schöpferin, als ein Bildseines Wesens. Der Ursprung der Sprach« wird