Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
163
Einzelbild herunterladen
 

über den Ursprung der Sprache. i6z

menschlichen Natur nicht erklären: folglich ist siegöttlich?" Der Gegner sagt:ich kann sie aus dermenschlichen Natur, und aus ihr vollständig erklä-ren" wer hat mehr gesagt? Jener versteckt sichhinter eine Decke und ruft hervor:Hier ist Gott!"dieser stellt sich sichtbar auf den Schauplatz, er han-deltsehet! ich bin ein Mensch!"

Oder ein höherer Ursprung sagt:Weil ich diemenschliche Sprache nicht aus der menschlichen Na-tur erklären kann: so kann durchaus keiner sie er-klären sie ist durchaus unerklärbar." Der Geg-ner sagt:mir ist kein Element der Sprache in ih-rem Beginn und in jeder ihrer Progression aus dermenschlichen Seele unbegreiflich: ja die ganze

menschliche Seele wird mir unerklärbar, wenn ichin ihr nicht Sprache setze. Das ganze menschlicheGeschlecht bleibt nicht das Naturgeschlccht mehrwenns nicht die Sprache fortbildet" Wer hakmehr gesagt? Wer sagte Sinn?

Oder endlich die höhere Hypothese sagt gar:nicht bloß keiner kann die Sprache aus der mensch-lichen Seele begreifen: sondern ich sehe deutlich dieUrsache, warum sie ihrer Natur und der Analogieihres Geschlechts nach durchaus für Menschen un-erflndbar war. Ich sehe in der Sprache und imWesen der Gottheit die Ursache deutlich, warum kei-ner, als Gott, sie erfinden konnte." Nun bekämezwar der Schluß Folge; aber nun wird er auch dergräßlichste Unsinn. Er wird so beweisbar, als jenerBeweis der Türken von den Göttlichkeit des Korans :wer anders, als der Prophet Gottes konnte s»

L 2