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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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über den Ursprung der Sprache, ikr

Nation von Bildhauern am Amazonen-Stro-m e *) könnte vielleicht einen künftigen Phidias er-zeugen, wenn die Minerva Griechenlands sich ihrerannähme. Lasset andere Nationen vor- und jeneumrücken : so ist alles, wenigstens in den gemäßig-tcn Zonen, wie in der alten Welt. Aegypter,Griechen, Römer, und einige neuere Völkerthaten nichts als fortbauen; Perser, Tataren,Gothen und Pfaffen kommen dazwischen undmachen Trümmer; desto frischer bauet stchs aus,und nach, und auf solchen alten Trümmern weiter.Die Kette einer gewissen Vervollkommnung der Kunstgeht über alles fort, (obgleich andere Eigenschaftender Natur wiederum dagegen leiden), und so auchüber die Sprache. Die Arabische ist ohne Zweifelhundertmal feiner, als ihre Mutter im ersten rohe^Anfänge: unser Deutsch ohne Zweifel feine,als das alte Deutsche. Die Grammatik derGriechen konnte besser werden, als die morgenländische, denn sie war Tochter: die Römischephilosophischer als die G riec h i sch e, die Fran-zösische als die Römische; ist der Zwerg aufden Schultern des Niesen nicht immer großer, alSder Riese selbst?

Nun sieht man auch, wie trüglich der Beweisfür die Göttlichkeit der Sprache aus ihrer Ordnungund Schönheit werde. Ordnung und Schönheit sindda, aber wann, wie und woher sind sie gekommen?

De la Condamine.Philos. und Gesch. H. Th.