über den Ursprung der Sp reiche. 167
„der Erde wohnet, so auch nur Eine Menschen-„sprache: wie aber diese große Gattung sich in so
„viele kleine Landarten nationalisirt hat: so ihre„Sprachen nicht anders."
Viele haben sich mit den „Stamm listen„dieser S p r a c h e n ge sch l e c hte r" versucht;ich versuche es nicht: denn wie viele, viele Neben-
Ursachen konnten in dieser Abstammung, und inder Kenntlichkeit dieser Abstammung Veränderungenmachen, auf die der etymologisircnde Philosoph nicktrechnen kann und .die seinen Stammbaum trügen.Zu dem sind unter den Rcisebeschreibcrn und selbstMissionarien so wenig wahre Sprach - Philosophengewesen, die uns von dem Osnirrs und dem charak-teristischen Grunde ihrer Völkcrsprachen hatten Nach-richt geben können oder wollen"', daß man im All-gemeinen hier noch in der Irre gehet. Sie gebenmeistens bloß Verzeichnisse von Wörtern. Die Re-geln der wahren Sprach - Deduktion sind auch so
fein, daß wenige-doch das alles ist nicht
mein Werk. Im Ganzen bleibt das Naturgesetz
sichtbar: „Sprache pflanze und bilde sichmit dem menschlichen Geschlechte
fort;" in diesem Gesetze zahle ich nur Hauptar-ten auf, die eine verschiedene Dimensiongeben.
I. Zeder Mensch hat freilich alle Fähigkeiten,die sein ganzes Geschlecht besitzet, und j.de Nationdie Fähigkeiten, die alle Nationen haben; cs ist in-dessen doch wahr, daß eine Gesellschaft mehrals ein Mensch, und das ganze mensch-