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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
145
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über den Ursprung der Sprache. 146

ewigen Kriege ist in solchem Falle mehr edle mensch-liche Schwachheit, als ein niederträchtiges Laster.

Da die Menschheit auf dieser Stufe der Bil-dung mehr Kräfte der Wirksamkeit, alsGüter des Besitzes hat: so ist auch der Stolz aufjene mehr Ehrenpunkt, als das leidige Besitzthumder letzten, wie in spätem nervenlosen Zeiten. Einbraver Mann zu seyn, und einer braven Familiezu gehören, war aber im damaligen Zeitalter fastEins, da der Sohn, in vielem Betracht noch ei-gentlicher als bei uns, seine Tugend und Tapferkeitvom Vater erbte, lernte; und der ganze Stammüberhaupt bei allen Gelegenheitesi für einen bravenMann stand. Es ward also bald das Wort natür-lich : w er nich t m i t un d a u s u n s i s t, derist unter uns! der Fremdling ist schlechter,als wir, er ist Barb a r. In diesem Verständewar Barbar das Losungswort der Verachtung *):ein Fremder war zugleich ein unedlerer, der uns anWeisheit oder Tapferkeit, (oder was der Ehrenpunkkdes Zeitalters sey,) nicht gleich kommt.

Nun ist dies freilich, wie ein Engländerrichtig anmerkt, wenn es bloß auf Eigennutz undSicherheit des Besitzes ankoMmc, eben kein Grundzum Haffe, daß der Nachbar nicht so tapfer als wirist: wir konnten uns vielmehr in der Stille darüber

*)Sohn der Wüste," ein Vereinzeltet, gegen dendie aufkeimenden Vereine sich gewaltig däuchten.

Der Herausgeber.Philos. «nd Gksch. n. Th. K