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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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I. Preis schrifr

Lieblings-System zu etwas anders, als er ist, um-bilden. Er ist kein Rousseau scher Waldmann:er hat Sprache> Er ist kein HobbesischerWolf: er hat eine Fa m i l i en - S p rach e. Er

ist aber auch in andern Verhältnissen kein unzeiti-qes Lamm: er kann sich also auch eine entgegen-gesetzte Natur, Gewohnheit und Sprache bilden. Kurz!der Grund von dieser Verschiedenheit sonaher kleiner Völker in Sprache, Denk - und Le-bensart ist gegenseitiger Familien- undNational- Hast"

Ohne alle Verschwarzung und Verketzerung dermenschlichen Natur können zwei oder mehrere naheStamme, wenn wir uns in ihre Familien - Denkarksetzen, nicht anders, als bald Gegenstände des Zwi-stes finden. Nicht bloß, daß ähnliche Bedürfnissesie bald in einen Streit, wenn ich so sagen darf,des Hungers und Durstes verwickeln werden, wiesich z. B. zwei Rotten von Hirten über Brunnenund Weide zanken, und nach Beschaffenheit derWeltgegenden oft sehr natürlich zanken dürfen; einviel heißerer Funke glimmt ihr Feuer an: Eifer-sucht, Gefühl der Ehre, Stolz aufihrGeschlecht und ihren Vorzug. Dieselbe Fa-milien-Neigung, die, in sich selbst gekehret,Starke der Eintracht Eines Stammes gab,macht außer sich gekehrt, gegen ein andres Ge-schlecht, Starke der Zwietracht, Familien-Haß. Dort zogs viele zu Einem desto fester zu-sammen; hier machts aus zwei Parteyen gar baldbittere Feinde. Der Grund dieser Feindschaft und

ewigen