über den Ursprung der Sprache. 141.
Schnee schlüpft, und wenn er die Arabische Wüstemit dem durstigen Kameel durchtrabet. Die Holsteder Troglodyten und die Bergspitzcn der Kabylen,der Rauchkamin der Oastiken und der goldene Pal-last des Moguls enthalt Menschen. Für sie istdie Erde am Pol geplattet und am Acquator erhö-het: für sie walzt sie sich so und nicht anders um
die Sonne: für sie sind ihre Zonen und Jahrszei-ten und Veränderungen; und sie wiederum sind füralle Zonen, Jahreszeiten und Veränderungen derErde. Das Naturgesetz ist also auch hier sichtbar:„Menschen sollen überall aus der Erde wohnen, da„jede Lhiergattung bloß ihr Land und engere Sphäre„haben kann:" der Erdbewohner wird sichtbar.Und ist das, so wird auch seine Sprache Spracheder Erde. Eine neue in jeder neuen Welk;National-Sprache in jeder Nation; dieSprache wird ein Proteus auf der run-den Oberfläche der Erde.
Manche neue Philosophen haben diesen Proteusso wenig fesseln und in seiner wahren Gestalt er-blicken können, daß es ihnen wahrscheinlicher vor-gekommcn ist, die Natur habe in jeden großen Erd-strich so gut ein Paar Menschen zu Stammalternhinschaffen können, wie in jedes Klima eigne Thie-re. Diese hätten sich sodann solch eine eigne Land-und National-Sprache erfunden, wie ihr ganzerBau nur für dies Land sey geschaffen gewesen. Derkleine Lappländer mit seiner Sprache und mit seinemdünnen Bart, mit seinen Geschicklichkeiten und sei-nem Temperament, sey ein so ursprünglich-Lapp-ländisches Menschenchier, als sein Rennthier; und