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I. Preisschrift
Kinde und Greise möglich. Man gehe, z. B. unterden Morgenländern die langen und kurzen Vocale,die mancherlei Hauche und Kchlbuchstaben, die leichteund so mannigfaltige Verwechselung der Buchsta-ben von allerlei Organ, die Ruhe- und Sprachli-chen, mit allen Verschiedenheiten, die sich schrift-lich so schwer ausdrücken lassen, Ton und Accent,Vermehrung und Verringerung desselben, und hun-dert andere zufällige Kleinigkeiten in den Elementender Sprache durch; und bemerke auf der andernSeite die Verschiedenheit der Sprachwcrkzeuge beibeiderlei Geschlecht, in der Jugend und im Alter,auch nur bei zwei gleichen Menschen, nach so man-chen Zufällen und Einzclnheiten, die den Bau die-ser Organe verändern, bei so manchen Gewohnhei-ten, die zur zweiten Natur werden u. s.„Sowenig als es zwei Menschen ganz von einerlei Ge-stalt und Gesichtszügen: so wenig kann cs zwei
Sprachen, auch nur der Aussprache nach,im Munde zweier Menschen geben, die völlig Eineund dieselbe Sprache wären."
Jedes Geschlecht wird in seine Sprache einenHaus- und Familien-Ton bringen: daswird, der Aussprache nach, schon eine verschiedeneMundart.
Klima, Luft und Wasser, Speise und Trankwerden auf die Sprachwerkzeuge und natürlich auchauf die Sprache cinfließen.
Die Sitte der Gesellschaft und die mächtigeGottinn Gewohnheiten werden bald nach Geberdenund /Anstand diese Eigenheit, jene Verschiedenheit