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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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über de»'Ursprung der Sprache. i33

Krauter gegeben?" Was kann er antworten, als:die Natur, die mir Besinnung gab. DieseKrauter habe ich mit Mühe kennen gelernt, mitMühe habe ach sie mein Weib und meinen Sohnkennen gelehrt, wir alle leben von ihnen; ich ha-be mehr Recht daran, als die Biene, die daraufsummet, und das Vieh, das darauf weidet: dennalle die haben die Mühe des Kennenlernens undKennenlehrens nicht gehabt! Jeder Gedanke also,den ich darauf zeichne, ist ein Siegel meines Ei-genthums, und wer mich davon vertreibet, dernimmt mir nicht bloß mein Leben, wenn ich die-sen Unterhalt nicht wieder finde; sondern wirklichauch den Werth meiner verlebten Jahre,meinen Schweiß, meine Mühe, meine Gedanken,meine Sprache ich habe sie mir erworben! Undsollte für den Erstling der Menschheit eine solcheSignatur der Seele auf eine Sache, durch Ken-nenlernen , durch Merkmahl, durch Sprache, nichtmehr Recht des Eigenthums seyn, als ein Stämpelin der Münze?

Wie viel Ordnung und Ausbildungbekommt die Sprache also schon eben damit, daß sieväterliche Lehre wird!" Wer lernt nicht, in-dem er lehret? Wer versichert sich nicht seiner Ideen,wer mustert nicht seine Worte, indem er sie andernmittheilt, und sie-so oft von den Lippen des Un-mündigen stammeln hört? Hier gewinnt also dieSprache schon eine Form der Kunst, der Me-thode; hier wurde die erste Grammatik, die einAbdruck der menschlichen Seele und ihrer natürlichen