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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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über den Ursprung der Sprache. iSr

che einander hatten ausoringcn, und den andernTheil hätten veranlassen können, das Gesetz anzu-nehmcn?" Diese Frage, über- die Rousseau sopathetisch, und ein andrer Schriftsteller so langepredigt, beantwortet sich, wenn wir einen Blick indie Oekonomie der Natur des mensch-lich en G c sc h lec hts" thun, von selbst, undman bewundert die leichten Wege, auf welchen sieihre Zwecke erreichte.

Ist sie nicht Gesetz, und Verewigung genug,diese Familien - Fortbildung der Sprache? DasWeib, in der Natur so sehr der schwächere Theil,muß von dem erfahrnen, versorgenden, sprachbil-dendcn Manne Gesetz annehmen, wenn es ja Ge-setz heißen soll, was bloß milde Wohlthat des Un-terrichts ist. Das schwache Kind, das so eigent-lich ein Unmündiger heißt, muß Sprache annchmen,da es mit ihr die Milch seiner Mutter und denGeist seines Vaters genießet, und diese Sprachemuß verewigt werden, wenn etwas verewigt wird.O die Gesetze der Natur sind mächtiger, als alleConventionen, die die schlaue Politik schließet, undder Philosoph aufzahlen will. Die Worte derKindheit, diese unsre frühen Gespielen in die Mor-genröthe des Lebens, mit denen sich unsre ganzeSeele zusammen bildete wann werden wir sieverkennen? Wann werden wir sie vergessen? UnsreMuttersprache war ja zugleich die erste Welt, d/ewir sahen, die ersten Empfindungen, die wir fühl-ten, die erste Wirksamkeit und Freude, die wir ge-nossen. Die Neben-Ideen von Ort und Zeit, von

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