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I. Preisschrift
des Säuglings, das Hinfällige seines Temperaments,die beschwerliche, verdrüßliche Mühe der Erziehungverdoppelt die Regungen seiner Leitern; die Muttersieht den Sohn mit wärmerer Wallung an, der ihrdie meisten Schmerzen gekostet, der ihr am öfte-sten mit seinem Abschiede gedrohet, auf den ihremeisten Zähren des Kummers flössen. Der Vatersieht den Sohn mit wärmerer Wallung an, den erfrühe aus einer Gefahr riß, den er mit der größtenMühwaltung erzog , der ihm in Unterricht und Bil-dung das Meiste kostete. Und so weiß auch „im„Ganzen des Geschlechts die Natur aus der„S chwachheit Starke zu machen." Eben dcß-wegeu kommt der Mensch so schwach, so dürftig,so verlassen von dem Unterrichte der Natur, so ganzohne Fertigkeiten auf die Welt, wie kein Thier ,damit er, wie kein Thier, „eine Erziehung ge-„nieße, und das menschliche Geschlecht, wie kein„Thiergeschlecht , ein innig verbundenes„Ganze werdes"
Die jungen Enten entschlüpfen der Henne, diesie ausgcbrütet, und Horen, vergnügt in dem Ele-mente plätschernd, in welches sie der Ruf der müt-terlichen Natur hinzog, die warnende rufende Stim-me ihrer Stiefmutter nicht, die am Ufer jammert.So würde es das Menschenkind auch machen , wennes mit dem Instinkt der Ente auf die Welt kame^Jeder Vogel bringt die Geschicklichkeit , Nester zubauen, aus seinem Ey, und nimmt sie auch, ohnesie fortzupflanzen, in sein Grab ; die Natur hat für
ihn