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I. Preisschrift
haben: so wüßte ick nicht, warum sie der Menschaus mchrern Ursachen nicht haben sollte?
Der Mensch, gegen den struppichtcn Bar undden borstigen Igel gesetzt, ist ein schwächeres, dürf-tigeres, nackteres Thier: er hat Höhlen nöthig, unddiese werden, mit den vorigen Veranlassungen zu-sammen genommen, sehr natürlich gemeinschaft-liche Höhlen.
Der Mensch ist ein schwächeres Thier, das inMehrern Himmelsgegenden sehr übel den Jahrs-zeiten ausgesctzt wäre: das menschliche Weib hat
also als Schwangere , als Gebärerin, einer gesell-schaftlichen Hülfe mehr nöthig, als derStrauß, der seine Eher in die Wüste leget.
Endlich insonderheit das menschliche Junge,der auf die Welt gesetzte Säugling, wie sehr ister ein Vasall menschlicher Hülfe und geselliger Er-barmung! Aus einem Zustande , wo er als Pflanzeam Herzen seiner Mutter hing, wird er auf dieErde geworfen — das schwächste hülflvseste Geschöpfunter allen Thieren, wenn nicht mütterliche Brüsteda wären, ihn zu nähren und väterliche Knie ihmentgegen kämen, um ihn als Sohn aufzunehmen.Wem leuchtet hiemit nicht eine Haushaltungder Natur zur Gesellung der Mensch-heit entgegen ? und zwar die so unmittelbar,so nahe am Jnstinct ist, als es bey einem be-sonnenen Geschöpf sehn konnte. —