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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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Seite
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über d.,e n Ursprung der Sprache. rsA

Hastesten wirke, weil sie noch auf keine langweiligenRegeln gebracht, immer in einem Kreise von Be-dürfnissen, von Gefahren, von andringenden Erfor-dernissen ganz lebt, und sich immer neu und ga»jfühlet. Da, nur da zeigt sie Kräfte, sich Sprachezu bilden und fortzubilden! Da hat sie Sinnlich-keit und gleichsam Jnstinct genug, um den ganzenLaut, alle sich äußernden Meckmahle der lebendigenNatur so ganz zu empfinden und aufzufas-sen, wie wir nicht mehr können; und, wenn dieBesinnung alsdann Eins derselben los trennet, esso stark und innig zu n e nn e n, als wirs nicht nennenwürden. Je minder die Seelenkrafte noch entwickeltsind, und jede zu einer eignen Sphäre gerichtet wor-den ; desto starker wirken alle zusammen: destoinniger ist der Mittelpunkt ihrer Intensität.Nehmet aber diesen großen unzerbrechlichen Pfeilbundaus einander, und ihr könnt zwar alle einzelnePstile zerbrechen; ihr werdet aber auch gewiß mitkeinem Stabe die Wunder thun, die bloß durch ihreVereinigung gethan werden konnten: mit der Ein-zigen kalten A bstract ions-G ab e der Phi-losophen werdet ihr nie Sprache erfinden.Das aber war nicht unsre Frage: denn ohne Zwei-fel drang jener Weltsinn tiefer, und bey dem be-ständigen Zusammenstrom aller Sinne, in dessenMittelpuncr immer der innere Sinn wachte, warenimmer neue Merkmahle,, Ordnungen, Gesichtspuncte,schnelle Schlußakten gegenwärtig; also gab es im-mer neue Bereicherungen der Sprache. Wenn manalso nicht auf acht xarts8 Orationw rechnen will,so empfing die menschliche Seele ihre besten Einge-