I. Prcisschrift
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„pfe gewesen seyn müßten, die gewiß weiter und„tiefer gesehen, als die meisten Gelehrten jetzt in„Ansehung der Sprache und ihrer innern Beschaffen-heit zu tbun pflegen." Er nimmt an, daß „diese„Gelehrte überall erkannt haben müßten, daß ihre„Sprache unvollkommen, und daß sie einer Verbes.„serung nicht nur fähig, sondern auch bedürftig sey."Er nimmt an, daß „sie den Zweck der Sprache ho-hen gehörig beurthcilen müssen u. s. w., daß die„Vorstellung dieses zu erlangenden Gutes hinlänglich,„stark und lebhaft genung gewesen seyn müsse, um„ein Bewegungsgrund zur Uebernehmung dieser„schweren Arbeit zu werden." Kurz, der Philosophunsers Zeitalters wollte sich auch aus allem Zufälli-gen desselben keinen Schritt hinaus wagen, undkonnte also auch nach solchem Gesichtspunkte von derEntstehung einer Sprache, wie mich dünkt,nicht anders, als mangelhaft schreiben. In unsermJahrhunderte freylich hätte jene Sprache so wenigentstehen können, als sie entstehen darf.
Aber kennen wir denn nicht Menschen in so ver-schiedenen Zeitaltern, Gegenden und Stufen derBildung, daß uns dies veränderte große Schauspielnicht sicherer auf die erste Scene schließen lehrte?Wissen wir nicht, daß eben in den Winkeln derErde, wo noch die Vernunft am wenigsten in diefeine, gesellschaftliche, vielseitige, gelehrte Form ge-gossen ist, noch Sinnlichkeit und roher Scharfsinn,Schlauheit und muthige Wirksamkeit, Leidenschaftund Ersindungsgeist, kurz, die ganze ungetheiltemenschliche Seele am lebhaftesten wirke? Am leb-