über den Ursprung der Sprache. r 21
rionis haben: so ist wieder das Factum sowohl ,
als der Schluß unrichtig. Nicht alle Sprachen ha-ben von allen Zeiten herunter achte gehabt: sondernder erste Blick in die Bauart einer Sprache zeigt-daß diese achte sich aus einander allmählich entwi-ckelt haben. In den ältesten sind Verba eher ge-wesen, als lVoinina, und vielleicht Interjektioneneher, als selbst regelmäßige Verba. In den spä-tern sind Kornina mit Verbis gleich zusammenabgeleitet; allein selbst von der Griechischen Sprachesagt Aristoteles, daß auch in ihr dies Anfangsalle Redetheile gewesen, und die anderen sich nurspäter durch die Grammatiker aus jenen entwickelthaben. Von der Hurvni sehen habe ich eben-dasselbe gelesen, und von den morgenländischen istsoffenbar. Ja was wäre es den endlich für einKunststück s die willkührliche und zum Theil unphi-losophische Abstraktion der Grammatiker in achtpartes Orationis? ist sic so regelmäßig und gött-lich, als die Form einer Bicnenzelle? Und wennsies wäre, ist sie nicht durchaus aus der menschli-lichen Seele erklärbar?
„Und was sollte die Menschen zu dieser höchstsauren Arbeit der Verbesserung gereitzet haben?"Es war durchaus keine saure, spekulative Stuben-arbeit, durchaus keine abstrakte Verbesserung a prio-ri; also bedurfte cs gewiß auch keiner Anreitzungendazu, die nur in unserm Zustande der verfeinertenGesellschaft Statt finden. Ich muß hier meinenPhilosophen ganz verlassen. Er nimmt an, daß„die ersten Verbesserer recht gut philosophische Ko-