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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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über den Ursprung der Sprache. ri5

sammeln. Er bat nicht Starke genug, um demLöwen zu begegnen; er entweiche ibm also, kenneihn von fern an seinem Schalle, Und um ihmmenschlich und mit Bedacht entweichen zu können,lerne er ihn und andre schädliche Thiere deutlicherkennen, mithin sie nennen. Je mehr er nunErfahrungen sammelt, verschiedne Dinge undvon v er sc h i e d neu Seiten kennen zu lernen,desto reicher wird seine Sprache. Je öfter erdiese Erfahrungen, und die ihm daher gegebenenMerkmahle bey sich wiederholet, desto fester undgeläufiger wird seine Sprache. Je mehr erunterscheidet und unter einander ord-net, desto geordneter wird seine Sprache.Dies Geschäft Jahre durch, in einem muntern Le-ben , unter staten Abwechselungen, in einem bestän-digen Kampf mit Schwierigkeiten und mit der Noth-durft unter einer beständigen Neuheit der Gegen-stände fortgesetzt; gäbe dies einen Anfang zurSprache, der unbeträchtlich wäre? Und siehe! esist nur das Leben eines Einzigen Men-schen.

Ein stummer Mensch in dem Verstände, wiees die Thiere sind, der auch in seiner Seele keinWort denken könnte, wäre das traurigste, ver-lassenste Geschöpf der Schöpfung, und gewisserma-ßen der größte Widerspruch mit sichselbst. Im ganzen Universum gleichsam alleinund einsam; an nichts geheftet und dennoch für allesda; durch nichts Fremdes gesichert, und durch sichselbst noch minder, muß der Mensch entweder m-

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