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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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114
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I. Preisschrift

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wird mit jedem leichtern, gebildetem Gebrauch die-ser Sinne auch seine Sprache fortgebildet. Las-set ihm den freyen Gebrauch seiner Seelenkraf-t»e. Da der Mittelpunkt ihres Gebrauchs auf B e-sonnenheit fallt, mithin nicht ohne Spracheist, so wird mit jedem leichtern, gebildetern Ge-brauch der Besonnenheit auch seine Sprache mehrgebildet. Folglich wirddie Fortbildungder Sprache dem Menschen so natürlichals seine Natur selbst/'

Wer ist nun, der den Umfang der Kräfte ei-ner Menschenseele kenne, wenn sie sich zumahl inaller Anstrengung gegen Schwierigkeiten und Ge-fahren äußern? Wer ist, der den Grad der Voll-kommenheit bestimme, zu dem sie durch eine bestän-dige, innig verwickelte, und so vielfache Fortbildunggelangen kann? Und da alles auf Sprache hinauslauft, wie ansehnlich wird es schon, was ein ein-zelner Mensch zur Sprache sammeln muß ! Muß-te sich schon der Blinde und Stumme auf seinemeinsamen Eilande eine dürftige Sprache schaffen:der gesunde Mensch, der Lehrling aller Sinne, derLehrling der ganzen Welt, wie weit reicher muß erwerden! Was soll er genießen? Thierische Sinne,einen Geruch der Witterung für die Krauter, dieibm gesund, eine sichere Abneigung für die, so ihmschädlich sind, hat die Natur in dem Grade, wiesie solche den Tbiercn gab, ihm nicht gegeben. Ermuss also versuchen, schmecken, wie die Europäer inAmerika den Thieren absehen, was eßbar sc», sichalso Merkmahle der Kräuter, mithin Sprache,