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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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I. Preisschrift

seyn, oder diese so einförmig wirken kann, alswenn er wachend denket. Selbst diese Ausnahmenzeugen also von der Gültigkeit des Hauptgesetzes;und die offenbaren Krankheiten und unnatürlichenZustande, Ohnmächten, Verrückungen u. s. w. be-zeugen es noch mehr. Nicht jede Handlung derSeele ist unmittelbar eine Folge der Besin-nung; jede aber eine Folge der Besonnen-heit: aber keine, so wie sie beym Menschen ge-schiehet, könnte sich äußern, wenn Mensch nichtMensch Ware, und nach solchem Naturgesetz dachte.

Konnte nun der erste Zustand der Besin-nung des Menschen nicht ohne Wort der Seelewirklich werden, so werden alle Zuständeder Besonnenheit in ihm sprachma-ßig; seine Kette von Gedanken wirdeine Kette von Worten."

Ich will nicht damit sagen, daß der Menschjede Empfindung seines dunkelsten Gefühls zu ei-nem Worte machen, oder sie nicht anders, als mit-telst eines Worts empfinden könne; da gerade um-gekehrt bewiesen ist:was sich bloß durchs dunkleGefühl empfinden läßt, ist keines Wortes füruns fähig, weil es keines deutlichen Merkmahlsfür uns fähig ist." Die Basis der Menschheit istalso, wenn wir von willkührlicher Sprache reden,unaussprechlich. Ist aber Basis die ganzeFigur? Ist das Fußgestelle die ganze Bildsäule?und der Mensch seiner ganzen Natur nach einebloß dunkel- fühlende Auster? Lasset unsalso den ganzen Faden seiner Gedanken vor

uns