über den Ursprung der Sprache, irr
lig daran zu knüpfen gedenkt, aufzubewahren. Sieberechnet also ihren Vorrath, den sie gesammelthat, oder noch zu sammeln gedenkt, unaufhörlich;und so wird sie eine Kraft, u »verrückt,zu sammlen. Solch eine Kette geht im Men-schen bis an den Tod fort. Nie ist er gleichsamder ganze Mensch; sondern immer in Entwick-lung, im Fortgange, in Vervollkommnung. EineWirksamkeit hebt sich durch die andre: eine baut
auf die andre: eine entwickelt sich aus der andern.
Es werden Lebensalter, Epochen, die wir nur nachmerklichen Stufen benennen und absonder», dieaber, weil der Mensch nie fühlt, wie er wachset,sondern nur immer, wie er gewachsen ist, sich inein unendlich - Kleines theilen lassen. Wir wach-sen immer aus einer Kindheit, so alt wir seyn mö-gen, sind immer im Gange, unruhig, ungesättigt.Das Wesentliche unsers Lebens ist nie Genuß, son-dern immer Progression, und wir sind nie Men-schen gewesen, bis wir — zu Ende gelebt haben;da hingegen die Biene schon die ganze Biene war,als sie ihre erste Zelle bauete. Zu allen Zeitenwirkt freylich dies Gesetz der Vervollkommnung, derProgression durch Besonnenheit, nicht gleich merk-lich: ist über das minder Merkliche deßwcgcn nichtda? Im Traume, im Gedankentraume denkt derMensch nicht so ordentlich und deutlich, als wa-chend ; deßwegen aber denkt er noch immer als einMensch, als Mensch in einem Mittelzustande. Beyeinem Gesunden müssen seine Traume so gut eineRegel der Verbindung haben, als seine wachendenGedanken; nur daß es nicht dieselbe Regel