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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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106
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I. Preisschrifl

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dunkler, angeborncr Trieb, der ihn in sein Ele-ment und in seinen Wirkungskreis, zu seinem Un-terhalt und an sein Geschäft ziehe. Kein Geruchund keine Witterung, die ihn auf die Krauter hin-reiße, damit er seinen Hunger stille! Kein blinder,mechanischer Lehrmeister, der für ihn sein Nest baue!Schwach und unterliegend, dem Zwiste der Elemen-te, dem Hunger, allen Gefahren, den Klauen allerstarkern Lhiece, einem tausendfachen Tode überlas-sen, stehet er da; einsam und einzeln; ohne denunmittelbaren Unterricht seiner Schöpferin, und ohnedie sichere Leitung ihrer Hand, von allen Seiten al-so verloren,

Doch so lebhaft dies Bild ausgemahlt werde;so ists nicht das Bild des Menschen, es ist nurEine Seite seiner Oberfläche, und auch die stehetim falschen Licht. Wenn Verstand und Be-sonnenheit die Naturgabe seiner Gat-tung ist: so mußte diese sich sogleich äußern, dasich die schwächere Sinnlichkeit und alles das Kläg-liche seiner Entbehrungen äußerte. Das instinkt-lose, elende Geschöpf, das so verlassen aus denHänden der Natur kam, war auch vom ersten Au-genblicke an das frey lhätige, vernünftigeGeschöpf, das sich selbst helfen sollte, und nicht an-ders, als konnte. Alle Mängel und Bedürfnisse, alsThier, waren dringende Anlässe, sich mit allen Kräf-ten, als Mensch zu zeigen: so wie diese Kräfte derMenschheit nicht etwa bloß schwache Schadloshal-tungen gegen die ihm versagten größern Thiervoll-kommenheiten waren, wie eine neuere Philosophie,(die große Gönnerin der Thiere,) will; sondern sie