I. Preisschrift
la Loubere von den Siamesen, Resoelvon den Nord-Amerikanern anführk. Ichfinde ihn eben so Key den alten Sprachen, z. B.der Chinesischen und den m orgen l an d i sehen,vorzüglich der H e b rä i sc h e n, wo ein kleiner Schall,Accent, Hauch die ganze Bedeutung ändert;* undich finde nichts als etwas sehr Menschliches in ihm,nähmlich Dürftigkeit und Bequemlichkeitder Erfind er. Sie hatten ein neues Wort nö-thig; und da das müßige Erfinden aus leerem Kopfso schwer ist: so nahmen sie ein Aehnliches mitder Veränderung vielleicht nur EinesHauches. Dies Gesetz der Sparsamkeit warihnen Anfangs bey ihren sich d urc h w e b e n d enGefühlen sehr natürlich, und bey ihrermächtiger» Aussprache der Wörter nochziemlich bequem; aber für einen Fremden, dersein Ohr nicht von Jugend auf daran gewöhnt hat,und dem die Sprache jetzt mit Phlegma, wo derSchall halb im Munde bleibt, vorgezischt wird,macht es die Rede oft unvcrnehmlich und unaus-sprechlich. Je mehr eine gesunde Grammatik indie Sprachen Haushaltung einführt; desto min-der wird diese Kargheit nöthig. Also ist auch dießgerade das Gegenlhcil vom Kennzeichen einer gött-lichen Erfindung, wo der Erfinder sich gewiß sehrschlecht zu helfen wußte, wenn er so etwas nö-thig hatte. >
7) Am offenbarsten wird endlich der F 0 r t-gang der Sprache durch die Vernunftund der Vernunft durch dieSp rache, „wenn„diese schon einige Schritte gethan, wenn„in ihr schon Stücke der Kunst, z. B. Ge-