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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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über den Ursprung der Sprache. 99

ncn ihn noch nur einzelne Stumme und Tau-be treiben! Und wenn diese Kunst selbst mit zurSprache gehört, wenn sie von Jugend auf, alsSprache, mit gelernt wird; wenn sie sich mit derTradition von Geschlechtern immer mehr erleichtertund vervollkommnet: so sehe ich nichts Unbegreif-

liches in ihr. Je mehr sie aber erleichtert wird, de-sto mehr nimmt sic ab; desto mehr wird Gram-matik und das ist Stufengang des menschli-chen Geistes!

Proben davon sind z. B. des la LoubereNachrichten von der Siamschen Sprache: wie ähn-lich ist sie noch dem Zusammenhänge der morgen-ländischen Sprachen, insonderheit ehe durch spatereBildung noch mehr Eonstructivn in sie hinein kam.Der Siam er will sagen:wäre ich zu Siam,so wäre ich vergnügt!" und sagt:Wenn ich sepnStadt Siam; ich wohl Herz viel!" Er willdas Vater unser bethen, und muß sagen:Vater, uns seyn Himmel! Nahmen Gottes wol-len heiligen aller Ort, u> s. w." Wie morgen-ländisch und ursprünglich ist das? gerade so zu-sammenhängend, als eine Mexikanische Bilderschrift,oder als das Stammeln der Ungelehrigen aus frem-den Sprachen.

6) Noch muß ich hier eine Sonderbarkeit er-klären , die ich auch in Herrn Süßmilchs göttlicherOrdnung mißverstanden sehe:nämlich die Mannig-faltigkeit der Bedeutungen eines Worts nach demUnterschiede kleiner Artikulationen!" Ich finde die.sen Kunstgriff fast unter allen Wilden, wie ihn z. B.Garcillasso de Vega von den Perua-nern, Eondamine von den Brasilianern,