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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
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I. Preisschrift

später, desto mehr wurde unterschieden und Hergeszählt: aus den Hauchen wurden Artikel, aus denAnsätzen Personen, aus den Vorsätzen iVloäi oder^ävsrbia: die Theile der Rede gingen aus einan-der: nun ward allmählich Grammatik. So istdiese Kunst zu reden, diese Philosophie über dieSprache erst langsam und Schritt vor Schritt,Jahrhunderte und Zeiten hinab, gebildet, und dererste Kopf, der aneine wahre Philosphieder Grammatik, an die Kunst zu reden"denkt, muß gewiß erstdie Geschichte dersel-ben durch Volker und Stuffen hinab"überdacht haben. Hätten wir doch eine solche Ge-schichte! Sie wäre mit allen Fortgängen und Ab-weichungen eine Karte von der Menschlichkeit derSprache.

6) Aber wie hat eine Sprache ganz ohne Gram-matik bestehen können? Ein bloßer Zusammenflußvon Bildern und Empfindungen ohne Zusammen-hang und Bestimmung? Für bepde Wat gesorgt:es war lebende Sprache. Da gab die gkoße Ein-stimmung der Geberden gleichsam den Tact,und die Sphäre, wohin das, was man sprach, ge-hörte; und der große Reichthum der Bestim-mungen, der im Wörterbuch selbst lag, ersetzte dieKunst der Grammatik. Sehet die alte Schrift derMexikaner. Sie mahlen lauter einzelne Bilder; WSkein Bild in die Sinne fällt, haben sie sich überStriche vereinigt, und den Zusammenhangzu allem muß die Welt geben, in die es gehört,aus der es geweissagt wird. DieseWeissa-gungskunst, aus einzelnen Zeichen Zu-sammenhang zu er rathen," wie weit kön-