über den Ursprung der Sprüche. 97
fnngs im Bedürfniß Worte zu finden es sehr vielfäl-tig thun mußte: so wurden „in nllen ölten Spra-„chen viel krasterits, aber nur ein oder kein kras-„seiis." Dessen hakte sich nun in den gebildetemZeiten die Dichtkunst und Geschichte sehr, diePhilosophie aber sehr wenig zu erfreuen, weildie keinen verwirrenden Vorrath liebet. Hier sindwieder Huronen, Brasilianer, Morg.en-länder und Griechen einander gleich: überallSpuren vom Gange des menschlichen Geistes.
4) Alle neueren philosophischen Sprachen habenbas IVomsu feiner, das Verdünn weniger,aber regelmäßiger modisicirt; denn die Spracheerwuchs mehr „zur kalten Beschauung dessen, was„da ist, und was gewesen ist, als daß sie noch ein„unregelmäßig stammelndes Gemisch von dem, was„etwa gewesen ist, geblieben wäre. Jenes gewohn-te man sich nach einander zu sagen, und alsodurch iVumeros und Artikel und Eiasus, u s. w.zu bestimmen; „die alten Erfinder woil-„ten Alles auf einmahI sagen*), nicht„bloß, was gethan wäre, sondern wer es gethan?„wann? wie? und wo es geschehen? Sie brachten„also in die iVomiüa gleich den Zustand: in j e-„de Person des Vsrbi gleich das Oeuus; sie un-terschieden gleich durch xras - und nkkirmutiva,„durch ak-und sussixa: Verbum und ^.äverbium,„Verbum und i^omeu, alles floß zusammen." Je
*) Rousseau har diesen Satz in seiner Hypothese divi-nirt, den ich hier zu bestimmen und zu beweisen
suche.
Philos. u. Gesch.
tt. Th.
G
kVopA'läen,