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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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88
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83 I. Preisfchrift

mit dem Knechte, oder der Knecht mit dem Herrnredet. Die Sprache der wilden Karaiben ist bei-nahe in zwei Sprachen der Weiber und Männervertheilt, und dis gemeinsten Sachen: Bette, Mond,Sonne,, Bogen, benennen beide anders welchein Ueberssuß von Synonymen! und doch haben ebendiese Karachen nur vier Wörter für die Farben, aufdie sie alle andre beziehen müssen welche Armuth!Die Hurynen lh-m jedesmal ein doppeltes Vri>durch für eine beseelte und unbeseelte Sache: so

daß Sehen beieinen Stein sehen", und Sehen beieinen -Menschen sehen!" zwei vrrschiedne Ausdrückesind; man verfolge das durch die ganze. Natur ---welch, ein Reichthum!Sich seines Esgevthums be-dienen.," yderdes Eigentums dessen, mit demman redet," hat immer zwei verschiedne Wörter-welch ein Reichthum! In der PeruanischenHauptsprache nennen sich die Geschlechter sv sonder-bar abgetrennt, daß dis- Schwester des- Bruders unddie Schwester dev Schwester , das Kind des Vatersund der Mutter ganz verschieden heißt;- und dochhat eben diese Sprache keinen wahren -Pluralis!Jede dieser Synonymen hängt so sehr mit Sitte,.Charakter und Ursprung des Volks zusammen über-all aber charakteri.sirt sich der erfindende menschliche* Geist. Ein neuer Canon:.

IV.So wie dir menschliche Seele sich keiner-Abstractioy aus dem Reiche der Geister er-innern kann, zu der sie nicht- durch Gelegen-heiten und Erweckungen der Sinne gelangte:so hat auch keine Sprache ein Abstractum,zu dem sie nicht durch Toy und Gefühl gelangt