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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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I. Preis sitzt ist

Unsinn, jenes aufgedunsene Wortspiel daraus, dases im Anfänge eigentlich nicht war. Dort warskühner, männlicher Witz, der dann vielleicht amwenigsten spielen wollte, wenn er am meisten zuspielen schien: cs war rohe Erhabenheit der Fan-

tasie, die solch Gefühl in solchem Worte herausarbeitete; aber nun im Gebrauche schaler Nachah-mer, ohne solches Gefühl, ohne solche Gelegenheit Ach der Ampullen von Worten ohne Geist! derschonen oder erhabnen Luftblasen! Und das istdas Schicksal fast aller derer Sprachenin späte rn Zeiten gewesen, deren er-ste Formen so kühn waren." Die späternFranzösischen Dichter können sich nicht «ersteigen,weil die spaten Erfinder ihrer Sprache sich nicht ver-stiegen haben: ihre Sprache ist Prose der gesunden

Vernunft , und hat ursprünglich fast kein poetischesWort, das dem Dichter eigen wäre ; aber die Mor-genländer ? die Griechen? die Engländer? und wirDeutsche?

Daraus folgt: je älter eine Sprache ist, jemehr solcher Kühnheiten in ihren Wurzeln ist, hatsie lange gelebt, und lange sich fortgebildct; umso weniger muß man auf jede Kühnheit desUrsprunges los dringen, als wenn jederdieser sich durchkreuzenden Begriffe auch jedesmal in jedem späten Gebrauche des Wortsmit gedacht worden wäre. Di« Metapher desAnfangs war Drang zu sprechen, nimmt mansnachher in jedem Fall, wo das Wort schon geläu-fig geworden war, und seine Schärfe abgenutzt hat-te., für Fruchtbarkeit und Energie, alle solche Son-