über den Ursprung der Sprache. 7)
Geschöpf, selbst ein vernünftiges Geschöpf, demdas Gefühl Hauptsinn wäre; wie klein ist feineWelt! und da es diese nicht durchs Gehör em-pfindet, so wird es sich vielleicht, wie das Jnscct,ein Gewebe, aber nicht durch Töne eine Sprachebauen! Wiederum ein Geschöpf, ganz Auge; wieunerschöpflich ist die Welt seiner Beschauungen! wieunermeßlich weit wird es aus sich geworfen! in wel-che unendliche Mannigfaltigkeit zerstreuet! SeineSprache, (wir haben davon keinen Begriff,) würdeeine Art unendlich feiner Pantomime, seine Schrifteine Algebra durch Farben und Striche werden;aber eine tönende Sprache wird sie nie. Wir hören-den Geschöpfe stehen in der Mitte: wir sehen, wirfühlen; und die gesehene, gefühlte Natur tönet.Sie wird Lchrmeisterin zur Sprache der Töne;wir werden gleichsam Gehör durch alle Sinne.
Lasset uns diese Bequemlichkeit unsrer Stellefühlen; denn durch sie wird jeder Sinn sprach-fahig. Freilich gibt Gehör nur eigentlich Tö-ne, und der Mensch kann nicht erfinden, sondernnur finden, nur nachahmen; allein auf der einenSeite liegt das Gefühl neben an: auf der an-dern ist das Gesicht der nachbarliche Sinn; dieEmpfindungen vereinigen sich, und kommen also alleder Gegend nahe, wo Merkmahle zu Schallen wer.den. So wird, was man sieht, so wird, was manfühlt, auch tönbar. Der Sinn zur Sprache ist un-ser Mittel- und Vereinigungs-System geworden;wir sind Sprachgeschöpfe.
2. Das Gehör ist der mittlere unter den Sin*