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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
70
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^/c> I. Preisschrift

zusammen. Alle Zergliederungen der Sensation beyBuffo ns, Eondillacs und Bonners em-pfindenden Menschen sind Abstraktionen: der Philo-soph muß Einen Faden der Empfindung liegen las-sen, indem er den andern verfolgt; izi der Naturaber sind alle diese Faden Ein Gewebe. Je dunklernun die Sinne sind, desto mehr fließen sie in ein-ander; und je ungeübter man ist, je weniger mannoch gelernet hat, einen Sinn ohne den andern zubrauchen, ihn fertig und bequem zu brauchen; destodunkler werden die Begriffe und Eindrücke, die sieuns gewähren. Laßt uns dies auf den Anfangder Sprache anwenden. Die Kindheit und Uner-fahrenheit des menschlichen Geschlechts hat sie er-leichtert. »

Der Mensch trat in die Welt hin.; von wel-chem Ocean wurde er auf einmal bestürmt! mitwelcher Mühe lernte ec unterscheiden! Sinne er-kennen! erkannte Sinne allein gebrauchen! Das Se-llen ist der kälteste Sinn; und wäre er immer sokalt, so entfeint, so deutlich gewesen, als ers unsdurch eine Mühe und Uebung vieler Jahre gewor-den ist: so sehe ich freylich nicht, wie man, was

man sicht, hörbar machen könne? Allein die Naturhat dafür gesorgt, und de» Weg naher angezogen:denn selbst dies Gesicht war, wie Kinder undBlindgewesene zeugen, Anfangs nur Gefühl. DieMeisten sichtbaren Dinge bewegen sich: viele tönenin der Bewegung; wo nicht, so liegen sie demAuge in seinem ersten Zustande gleichsam naller,unmittelbar auf ihm, und lasten sich also fühlen.

Das Gefühl liegt dem Gehör so nahe : seine Be-