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I. Preisschrift
menschlichen Seelenkräfte entgegen, eine aus reinerWillkühr ausgedachte Sprache.
Also zur Sache. Wie bat der Mensch, seinen Kräf-ten überlassen, sich auch
II. eine Sprache, wo ihm kein Tonv o r t ö n t e,
erfinden können? Wie hangt Gesicht und Ge-hör, Farbe und Wort, Duft und Ton zu-sammen ?
Nicht unter sich in den Gegenständen; aber, wassind denn diese Eigenschaften in den Gegen-ständen? Sie sind bloß sinnliche Empfindungenin uns; und als solche, fließen sie nicht Allein Eins? Wir sind Ein denkendes sensoriurncommune, nur von vcrschiednen Seiten be-rührt — Da liegt die Erklärung.
Allen Sinnen liegt Gefühl zum Grunde, unddies gibt den verschiedenartigsten Sensationen schonein so inniges, starkes, unaussprechliches Band,daß aus dieser Verbindung die sonderbarsten Erschei-nungen entstehen. Mir ist mehr als Ein Beyspielbekannt, da Personen natürlich, vielleicht aus ei-nem Eindrücke der Kindheit, nicht anders konnten,als unmittelbar durch eine schnelle Anwandelung mitdiesem Schalle jene Farbe, mit dieser Erscheinung -jenes ganz vcrschiedne, dunkle Gefühl verbinden,was durch die Vergleichung der langsamen Vernunftmit ihr gar keine Verwandtschaft hat: denn wer
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