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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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64 I. Preisschrift

Ferner: Die Tradition des Alterkhums sagt:die erste Sprache des menschlichen Ge-schlechts sey Gesang gewesen; und vielegute musikalische Leute haben geglaubt, die Men-schen konnten diesen Gesang wohl den Vögeln mü-ßiger Weise abgelernt haben; das ist freyiich vielgeglaubt! Eine große wichtige Uhr mit ihren schar-fen Rädern, und neu gespannten Federn und Eent-nergewichten kann wohl ein Glockenspiel von Tönenmachen ; aber den neu geschaffenen -Menschen mitseinen wirksamen Triebfedern , mit feinen Bedürf-nissen, mit seinen starken Empfindungen., mit sei-ner fast blind beschäftigten Aufmerksamkeit, undendlich mit seiner rohen Kehle dahin setzen, um dieNachtigall nachzuäffen, und sich von ihr eine Spra-che zu ersingen: ist, in wie vielen Geschichten derMusik und Poesie eS auch stehe, ziemlich unwahr-scheinlich. Frcplich wäre eine Sprache durch musi-Mssche Töne möglich , (wie auch Leibnitz *) aufden Gedanken gekommen ist). Aber für die erstenNaturmenschen war diese Sprache kaum möglich,so künstlich und fein ist sie. In der Reihe der We-sen hat jedes Ding seine Stimme und eine Spra-che nach seiner Stimme. Die Sprache der Liebe istim Neste der Nachtigall süßer Gesang, wie in derHöhle des Löwen Gebrüll: im Forste des Wildeswiehernde Brunst, und im Winkel der Katze Ze-tergeschrei); jede Gattung redet die ihrige, nicht fürden Menschen, sondern für sich, und für sich so

angenehm

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