über den Ursprung der Sprache.
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angenehm als Petrarchs Gesang an seine Laura.So wenig also die Nachtigall singt, um den Men-schen, wie man sich einbildet, vorzusingen: so we-nig wird der Mensch sich dadurch je Sprache erfin-den wollen, daß er der Nachtigall nachlrillcrt. —
War die erste Sprache des Menschen Gesang:so wars Gesang, der ihm so natürlich, seinen Or-ganen und Naturtrieben so angemessen war, alsder Nachtigallengesang ihr selbst, die gleichsam eineschwebende Kehle ist; und das war ebi'.i unsere tö-nende Sprache. Eondillac, Rousseau undandere sind hier sehr auf den Weg gekommen, indem sie die Prosodie und den Gesang der ältestenSprachen vom Laut der Empfindung herleiten: dennohne Zweifel belebte die Empfindung jene erstenTöne und erhob sie. So wie aber aus den blo-ßen Tönen der Empfindung nie eine menschlicheSprache entstehen konnte, die dieser Gesang dochwar; so fehlt noch etwas, ihn hervor zu bringen:und das war eben die Nahmennennung eines jedenGeschöpfs nach seiner Sprache. Da sang und tön-te also die ganze Natur dem Menschen vor: und
der Gesang des Menschen ward ein Concert allerdieser Stimmen, so fern sie sein Verstand brauch-te, seine Empfindung faßte, seine Organe sie aus-drücken konnten. Es ward Gesang, aber wederNachtigallenlied, noch Leibnitzens musikalischeSprache, noch ein bloßes Empsindungsgeschrey derThiere: Ausdruck der Sprache aller Geschöpfe, in-nerhalb der natürlichen Tonleiter der menschlichenStimme.
Philos. und Gesch. II. Th. E ^,-o^/e-n.